Meine Diksha-Erfahrungen 


von Marion, 15. April 2005

Dies ist ein Bericht, der sich in mehreren Abschnitten vom 7. März bis zum 2. April 2005 erstreckt, und ein Versuch, den Prozess zu beschreiben, in dem ich mich seither befinde:

7.3.05

Lange konnte ich kaum Worte finden, meine Erlebnisse mit der Diksha zu beschreiben, jetzt habe ich gerade heute, an Bhagavans Geburtstag, den Herzens-Impuls, doch mal einen Versuch zu wagen: Am 11.8.04 habe ich meine erste Diksha bekommen und stehe seither in einer wunderschönen geistigen Verbindung zu Sri Bhagavan. Er tauchte damals einfach vor meinem geistigen Auge auf, schon bevor ich die Diksha-Übertragung bekam und gab mir gewissermaßen "persönlich" eine Diksha. Von diesem Moment an wusste ich in meinem Herzen, dass die Diksha-Energie etwas ganz besonderes und sehr wichtiges ist!

Das nächste entscheidende Erlebnis hatte ich bei dem Intensiv-Wochenende von Kiara und Grace im Januar. Ich ging durch einen 2-tägigen, sehr intensiven Prozess. Am Ende des Seminars am So. abend fühlte ich mich allerdings wie neu geboren, erfüllt von einer wundervollen, freudvollen, großartigen Energie, die mich seither nicht mehr verlassen hat. Ich fühle tiefen inneren Frieden, Liebe und Verbundenheit mit allen Wesen und bei jeder weiteren Diksha (auch bei den Ferndikshas) passiert ein kleines Wunder in mir!

Etwas außergewöhnliches geschah bei meiner letzten Diksha mit Prem am 4. März 05, mein Körper fühlte sich an, als wolle er sich auflösen und ich legte mich hin, bereits während Prem noch die Meditation anleitete. Der Körper war irgendwann für mich nicht mehr als begrenztes, physisches Etwas wahrnehmbar, alles war nur noch Energie oder Licht so groß wie der ganze Raum, in dem die Gruppe sich befand. Auch ein "ich" war in dem Sinne nicht mehr wahrnehmbar. Dieser Energiestrom so groß wie der Raum fühlte sich an wie eine Art gigantischer Wasserfall, der alles, was durch die geführte Meditation in der ganzen Gruppe freigesetzt wurde, mit einer unglaublichen Kraft davon spülte und auflöste.

Während Prem dann Dikshas gab, fand ich in einem langen und langsamen Prozess meinen physischen Körper wieder. Nach einiger Zeit höchster Konzentration konnte ich mich schliesslich zu meinem Stuhl begeben und meinen Mantel anziehen, da mir etwas kalt war. Kaum saß ich, kam Prem auf mich zu und gab mir Diksha. Ich war die letzte, anschließend setzte er sich wieder auf seinen Platz. Staunend stellte ich fest, wie ich genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz war! Nach der Diksha legte ich mich noch einmal hin und fiel in einen wunderbaren, glückseligen Zustand. Als irgendwann der Saal schon leer war und es Zeit wurde, nach Hause zu gehen, stand ich wie von geführter Hand auf und ging los. Ich fühlte mich frisch, energiegeladen und unbeschreiblich glücklich. Ich kam mühelos nach Hause, ohne dass mein Verstand wirklich begriff, wie das möglich war.

Als ich am nächsten Tag in der Meditation bei meinen höheren Ebenen nachfragte, was da während der Diksha-Meditation mit mir geschehen sei, bekam ich folgende Antwort:

"Dein höheres Wesen dehnt sich aus und erzeugt ein morphogenetisches Feld, das kollektive Heilung und Reinigung auf sehr tiefgreifenden Ebenen ermöglicht, die den meisten Menschen sonst schwer zugänglich sind oder Angst machen."

Ich fühlte mich sehr geehrt, dankbar und unbeschreiblich glücklich, das Werkzeug solch' großartiger Energien sein zu dürfen.

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19.3.05

Soweit hatte ich also am Nachmittag von Bhagavans Geburtstag geschrieben und ging dann voll Freude und Begeisterung zum Ferndiksha-Treffen hier in Berlin. Die Energie der Ferndiksha kann ich meist sehr deutlich spüren, und sie fühlte sich bisher immer sehr leicht und erhebend an. Diesmal war es jedoch anders, ich konnte die Energie regelrecht physisch im Körper spüren, es war ein Gefühl, als fließe etwas von der Konsistenz wie Honig durch mein Kronchakra und fülle jeden Winkel meines Körpers aus. Mein Körper wurde physisch schwerer und ich musste mich hinlegen. Das Gefühl dieses "Honigflusses" ging die ganze halbe Stunde während der Ferndiksha so weiter. Einmal betrachtete ich erschrocken meine Handflächen, weil es sich plötzlich so anfühlte, als fließe der Honig nun aus diesen heraus, aber da war zum Glück nichts wirklich Sichtbares vorhanden! Als ich am Ende der Diksha aufstand, war mein Körper sehr schwer und ich konnte mich nur langsam bewegen. Ich fühlte mich auch etwas müde und ging früh schlafen.


In den folgenden 2 Tagen hatte ich sehr starke Kopfschmerzen und leichtes Fieber. Doch zwischendurch habe ich auch immer wieder ein goldenes Licht in meinem Kopf wahrgenommen, das mir das Gefühl gab, alles sei schon irgendwie in Ordnung. Ich hatte seltsamerweise trotz der starken Schmerzen überhaupt keine Angst. Am dritten Tag hörten die Kopfschmerzen auf und ich fiel in Samadhi-ähnliche Zustände. Ich erlebte seltsame und wunderbare Dinge, war aber die meiste Zeit nicht bei normalem Tagesbewusstsein. Mir war als wäre ich in Golden City und umringt von Dasajis, Bhagavan und Amma tauchten auf, einmal war ich mit ihnen in einem Raum und unsere Körper bewegten sich wie von selbst zu einer sehr anmutigen Melodie. Ich hörte oft Klänge, die ich am ehesten als "Spärenmusik" bezeichnen würde, - wunderschön und nicht von dieser Welt. Dann war da noch ein Erlebnis, wo ich reglos für Ewigkeiten saß wie Buddha mit einer riesigen Schlange, die sich hinter und über mir aufgerichtet hatte.

Ich hatte etwa 6-7 Tage im Bett verbracht, kaum gegessen und nur Wasser getrunken, als sich langsam wieder ein zeitweilig "normales" Bewusstsein einstellte. In meinem Herzen ist Freude, mein Kopf versteht überhaupt nix mehr, und mein Körper fühlt sich an, als wäre er aus sehr, sehr feinem, dünnem Porzellan. Ich kann bis heute kaum aufstehen, mich nur sehr langsam bewegen, nur langsam sprechen und kaum denken. Dass ich hier schreibe, grenzt an ein Wunder, das schreibt sich irgendwie von selbst, während ich im Bett sitze. Zwischendurch drifte ich noch oft ab in diese schwebenden Zustände.

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23.03.05
This being is a guest house.
Every morning a new arrival.
A joy, a depression, a meanness,
some momentary awareness comes
as an unexpected visitor.
Welcome and entertain them all ! ...

Dieses Gedicht, das ich heute in der Yahoo-Group fand, passt wunderbar zu meiner Situation! Jeden Morgen wenn ich aufwache, ist wieder alles anders als am Tag zuvor. Und ich kann nie ahnen, was als nächstes kommt!

Die Ferndiksha am Montag habe ich vom Bett aus mitgemacht, in Begleitung des Moola Mantras. Zuerst sah ich Kiara und fühlte mich gebadet in göttlicher Liebe. Dann kam Bhagavan und legte mir die Hände auf den Kopf. Doch dort blieben sie nicht lange, er fing an, mit meinem ganzen Körper, jedem einzelnen Chakra intensiv zu arbeiten. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit und fühlte sich sehr unbeschreiblich an! Am Ende hatte ich wieder das Gefühl dieser riesigen Schlange, aber diesmal nicht hinter oder über mir, sondern sie schien regelrecht IN meinem Körper zu sein, oder gar - mein Körper WAR diese Schlange.

Bhagavan malte mir zum Schluß mit dem Finger irgendein Zeichen auf die Stirn und sagte so was Ähnliches wie: "Willkommen im Kreis der Dasajis", dann verschwand er.

Ich habe keine Ahnung, ob das etwas Bestimmtes zu bedeuten hat, es fühlte sich irgendwie an wie eine Form von Einweihung! Da ich die MoolaMantra-CD auf Wiederholung gestellt hatte, dachte ich, es wären Stunden vergangen, als ich langsam aus diesem tiefen Zustand zurückkehrte. Doch plötzlich stoppte die Musik, obwohl das technisch gar nicht vorgesehen war; die Uhr zeigte genau 20:30 und ich stellte fest, dass die ganze Prozedur genau während der halben Stunde abgelaufen war, während die Ferndiksha übertragen wurde.

Warum mein CD-Player plötzlich abgeschaltet hatte, blieb ein Rätsel, es war, als hätte ihn jemand ausgeknipst. Es war jedenfalls ein deutliches Zeichen, dass die "Veranstaltung" beendet ist.

Mein Körper fühlt sich immer noch an wie ein rohes Ei ohne Schale, ich muss mich sehr langsam und vorsichtig bewegen und verbringe immer noch die meiste Zeit liegend. Alles dreht sich, wenn ich zu lange stehe. Heute war ich zum ersten Mal seit dem 7. März vor der Haustür im Garten. Es ist sehr seltsam, draußen zu sein, alles wirkt irgendwie fremd und anders. Die Straßengeräusche sind SEHR laut und es fühlt sich an, als "hörte" ich jede Schwingung des Schalls mit jeder einzelnen Zelle meines ganzen Körpers. Seltsames Gefühl, das leicht Widerstand hervorruft, und dadurch wird es sehr unangenehm. Wenn ich allerdings den Widerstand loslasse, und das Ganze nur als Beobachter ohne Wertung wahrnehme, ist es zwar ein ungewohntes, aber nicht direkt unangenehmes Gefühl. Trotzdem konnte ich nicht länger als eine halbe Stunde draußen sitzen, ohne mich davon überfordert zu fühlen. Dann waren erstmal einige Stunden Schlaf notwendig, bevor ich dies hier aufschreiben konnte.

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28.03.05 (Ostermontag)

Heute hat Bhagavan mir am Ende eines langen, wunderschönen Samadhi-Zustandes mitgeteilt, mein 21-Tage-Pozess wäre nun beendet. Da hatte ich wieder etwas zum Wundern!? Ja, seit dem 7. März sind jetzt 21 Tage vergangen! Ist so etwas möglich ??? Mein Verstand schüttelt aus irgendeiner fernen Ecke den Kopf, aber kaum wahrnehmbar, - das Herz dagegen, sehr stark wahrnehmbar, hüpft mal wieder vor Freude.

Ich habe immer noch keine Ahnung, was das alles werden soll. Seit ich vor einigen Tagen das erste Mal im Garten war, gehe ich jeden Tag eine halbe bis eine Stunde raus, setze mich hin, gehe ein paar zaghafte Schritte, setze mich wieder hin, usw. Es kommt mir vor, als müsste ich wieder neu laufen lernen. Überhaupt fühle ich mich, als wäre ich jemand ganz anderes geworden, den ich erst kennenlernen muss.

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2.4.05

Als ich gestern einmal versuchte, die Straße runter in den nahe gelegenen Park zu gehen, musste ich nach ca. 20 m wieder umdrehen, weil mich ein äußerst seltsames Gefühl befiel. Es war etwas wie totale Fremdheit, Unwissenheit, was zu tun ist, - vor allem, als ich auf der Straße weiter entfernt entgegenkommende Menschen sah. Der Körper reagierte mit Schwindelgefühlen und leichtem Zittern, so daß ich mich schnell auf der (zum Glück) neben mir befindlichen, niedrigen Gartenmauer niederließ. Da spürte ich liebevolle Hände im Rücken, als würde mich jemand halten und das Ganze beruhigte sich langsam wieder. Die entgegenkommenden Menschen bogen in eine Seitenstraße ab, bevor sie die Stelle erreichten, an der ich saß, was mir zu zusätzlicher Erleichterung verhalf.

Nach einiger Zeit stand ich vorsichtig auf und ging ganz langsam zurück zum Haus. Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich mich wieder in meinem Zimmer in "Sicherheit" befand, doch nachdem ich da etwas gelegen hatte, fing ich plötzlich an zu lachen und konnte kaum aufhören! Ich sah die ganze, vorher abgelaufene Situation, als hätte mir jemand gerade einen guten Witz erzählt. Jetzt, beim Schreiben, muss ich mal wieder feststellen, dass diese Bezeichnung "ich" irgendwie nicht stimmt. Aber was sagt man da? "Es?" "Wir?" ....?

Keine Ahnung! (Dies scheint im Moment zur häufigsten und stimmigsten Aussage zu werden!) Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass Worte einfach nicht ausreichen, um bestimmte Dinge zu beschreiben.

Damit kommt auch der Impuls, die Worte hier erstmal zu beenden und sie anderen Menschen zum Lesen zu geben. Ich habe (schon wieder) keine Ahnung, was dabei rauskommt; ein bisschen ist mir auch mulmig bei dem Gedanken. Dieser Bericht kommt mir doch etwas seltsamer vor als die, die ich bisher von anderen Leuten gelesen habe.


Mögen alle Wesen glücklich sein,
Marion