ILAHINUR: Ein göttliches Licht
von Kiara Windrider, 1. November 2006
Wie Wellen, die bei Flut am Meeresufer aufeinanderfolgen, spüre ich die Bewegung einer Reihe von Wellen durch das kollektive menschliche Bewusstsein, auf unserer Reise der Evolution.
Die kosmische Energie, die als “Deeksha” bekannt ist, ist eine solche Welle. In Südindien entstanden, wurde die Bewegung von Bhagavan und Amma ins Leben gerufen, zwei visionären Mystikern, die seitdem als “Avatare der Erleuchtung“ bekannt sind.
Zusammen mit meiner Frau Grace, habe ich diese Energie im Sommer 2003 zum ersten Mal erfahren. Wir waren gerade zu der Zeit in Bhagavans Ashram, auch bekannt als Oneness University, als zum ersten Mal öffentliche Deekshas gegeben wurden. Schließlich sind wir mehrere Monate dort geblieben, um mit dieser göttlichen Energie des Erwachens zu arbeiten und zu lernen wie man diese Energie auf andere überträgt.
Wir waren auch von der Arbeit zweier anderer Mystiker sehr inspiriert, Sri Aurobindo und die Mutter, die wie mir scheinen, ein sehr ähnliches Experiment schon vor 100 Jahren gestartet haben, als Antwort auf eine frühere Welle des evolutionärem Impulses.
Während der folgenden drei Jahre schrieben wir und reisten unaufhörlich durch die Welt, voller Eifer, die Vision des globalen Erwachens durch die Deeksha zu verbreiten. Immer im Zusammenhang mit dem was Sri Aurobindo “das supramentale Erwachen“ genannt hat, eine Zeit in der das göttliche Einheitsbewusstsein in der Welt der Materie vollständig zum Erwachen kommt.
Dann, erst ganz allmählich, haben wir gespürt, wie sich diese Welle zurückzog. In unserer inneren Welt begann sich etwas zu verändern. Obwohl die Deeksha Energie immer noch sehr kraftvoll von ihrer kosmischen Quelle floss, erkannten wir, dass sich auch andere Wege öffnen.
Ich nehme die Evolution als Wellenbewegung wahr. Eine Welle kommt, zieht sich zurück und bahnt den Weg für eine andere Welle. Die Nachwirkung ist eine Zeit des Hinterfragens und der Reflektion, eine Zeit in der wir die Grundlage unseres Seins untersuchen und die erforderliche Integrationsarbeit tun, bevor die nächste Welle aus dem gleichen kosmischen Ozean kommen kann. Ich hatte mir erlaubt einen Ort der Leere und des Mysteriums zu betreten und wartete auf Führung...
Ende März 2006 war ich in Bangalore, als ich einen Anruf von meinem südafrikanischen Freund Vivek erhielt. Er war nur wenige Stunden von mir entfernt und klang aufgeregt. „Wann kann ich Dich sehen?“ fragte er. Ich sagte ihm, dass ich im Augenblick nicht viel Zeit habe, weil ich gerade dabei war in die Türkei aufzubrechen, wo Grace und ich eingeladen waren ein paar Deeksha Seminare zu geben.
Er bestand jedoch darauf, mit mir zu sprechen und begann mit seiner Geschichte am Telefon herauszuplatzen. Er kam gerade von einem Gespräch mit seinem Freund Rajendra, einem Seher. Vivek hatte ein Exemplar meines Buches, “Deeksha, Energie des Erwachens“
dabei und hatte es Rajendra gezeigt. Rajendra nahm das Buch in seine Hände und ging, ohne es zu öffnen, in einen Trancezustand, während er Vivek alle Einzelheiten meines Lebens beschrieb - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - die er mir dann gleich am Telefon mitteilte.
Ich war fasziniert. Es ist nicht meine Art Channels oder Medien wegen Führung und Informationen aufzusuchen, aber es gibt Zeitpunkte in meinem Leben, wo mir jemand über den Weg läuft, von dem ich weiß, dass ich bestimmt war ihn zu treffen und der eine bedeutende Nachricht übermittelte. Als ich Vivek sprechen hörte, war mir klar, dass es sich um so jemanden handelte, und dass es wichtig war, so schnell wie möglich zusammenzutreffen.
Ich rief Rajendra an. Es stellte sich heraus, dass er am nächsten Tag nach Bangalore kam, und wir haben ein Treffen zum Mittagessen verabredet. Es war ein sofortiges Erkennen auf der Seelenebene und wir begannen über planetare Ereignisse und die Reise des Erwachens zu sprechen. Er gab mir die gleichen Informationen, die ich schon von Vivek am Telefon gehört hatte, aber fügte noch etwas hinzu, was mich sehr überraschte. „Bislang hast Du zum größten Teil im Westen gearbeitet“, sagte er. „Allerdings hat Deine Arbeit gerade erst begonnen und all das wird sich verändern.“
Er fuhr fort mir zu sagen, dass ich von diesem Moment an, meine Aufmerksamkeit auf die muslimische Welt richten würde und dass ich eine wichtige Nachricht weitergeben sollte, die dazu beiträgt Frieden in die Welt zu bringen. Ich war mir nicht so sicher, ob ich das hören wollte. Ich hatte meine eigenen Klischees über die muslimische Welt, größtenteils von der westlichen Presse aufgebaut, und traurig aber wahr, ich war in einem ziemlich fundamentalistischem Klischee gefangen, das nicht gerade anziehend wirkte. Er fuhr damit fort, zu berichten, dass ich während dem Leben des Propheten Mohammed in Arabien inkarniert war, und dass es an der Zeit war, mich wieder mit dieser Linie zu verbinden, um den Menschen eine längst vergessene tiefere Botschaft näher zu bringen. Das würde dazu beitragen die großen Weltreligionen in Einklang zu bringen.
Ich war immer noch damit beschäftigt über all das nachzudenken, als wir einige Tage später in Istanbul ankamen. Ein paar Monate zuvor hatten wir in Sizilien, wo Grace und ich ein einwöchiges Deeksha Seminar gaben, Isik, einen spirituellen Lehrer aus Istanbul getroffen. Isik hatte an dem Seminar teilgenommen und wir sind Freunde geworden. Anschließend hatte er uns in die Türkei eingeladen, um miteinander Zeit zu verbringen und dort ein paar Deeksha Veranstaltungen zu halten.
So kam es, dass Grace und ich im Frühjahr 2006 in die Türkei gingen, mit der Absicht dort ein paar Seminare zu geben und dann nach Indien zurückzukehren. Das Universum hatte jedoch einen anderen Plan. Die Türkei liegt an einer einzigartigen Stelle, als Brücke zwischen den Kontinenten Europa und Asien und allem was sie ausmachen. Sie ist auch eine Brücke der Zeit, in einem Land in dem seit 9000 Jahren ganze Zivilisationen und alte Religionen geboren und am Leben gehalten wurden. Die Türken nennen dieses Land Anatolya, Land der Mutter, ein Sternentor für neue galaktische Frequenzen, die sich jetzt auf diesem Planeten verankern.
Es hat nicht lange gedauert, bis wir den Ruf wahrnahmen, hier zu leben. Andere Seher, denen wir hier begegneten, bestätigten das, was Rajendra mir schon früher mitgeteilt hatte. Die Türen öffneten sich immer weiter, und wir fanden in diesem historischen und schönen Land sehr schnell unser Heim am Meer, inmitten von warmen, offenherzigen und äußerst gastfreundlichen Menschen.
Ein paar Monate, nachdem wir eingezogen waren, spürte ich eine andere Welle der evolutionären Energie in meinem Leben. Grace war unterwegs bei Seminaren auf Hawaii und ich hatte gerade ein 3 Tages Retreat mit einer kleinen Gruppe in Dalyan hinter mir, einem wunderschönen Ort an der ägäischen Küste der Türkei. Zwei der Teilnehmer, Nuket und Leyla waren gerade von einer Reise nach Ägypten zurückgekehrt, wo sie eine Reihe von inneren Botschaften über diese Zeit des Erwachens empfangen hatten und Ceylan und Nur hatten eine sehr feine außersinnliche Wahrnehmung.
Zusammen haben wir Erinnerungen an ein gemeinsames Leben in Ägypten, während der Zeit des Pharaos Echnaton erfahren. Wie schon zu anderen Zeiten vorher und seitdem, ging es um ein Experiment zur Erlangung der Meisterschaft über den physischen Körper, in dem die göttlichen Energien von der Zellmatrix aufgenommen wurden. In den vergangen Zeiten, führte das zu erweiterten Möglichkeiten für die Erleuchtung des Körpers, bis hin zu physischer Unsterblichkeit oder dem Aufstieg.
An einem bestimmten Punkt haben wir uns mit einem Wesen verbunden, dass im alten Ägypten als Ra bekannt war. Es sprach über das lebendige morphogenetische Feld der Aufstiegsfrequenzen, das sich über die Zeit, durch die Leben vieler Initiierter, die damals tatsächlich die Unsterblichkeit und den Aufstieg erreicht hatten, aufgebaut hatte. Dieses morphogenetische Feld wurde vom menschlichen Kollektiv abgeschirmt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir wieder bereit waren, es zu reaktivieren. Diese Zeit ist jetzt.
Plötzlich, begann sich diese Energie in unseren Kreis einzubinden. In vieler Hinsicht glich es meinem Erlebnis mit den Buckelwaalen in Hawaii, als sich jede Wahrnehmung meiner körperlichen Grenzen auflöste und ich eins wurde mit der Erde, dem Kosmos und darüber hinaus. Die Energie war kraftvoll und drang tief in den physischen Körper ein. Sie war warm und flüssig und fühlte sich sehr nährend an.
Während der nächsten Tage, kamen mehr Informationen über die Rollen durch, die jeder von uns damals beim Erwecken dieser Energie gespielt hat. Die Einzelheiten sind hier nicht so wichtig. Es ist wichtig zu wissen, dass dieses morphogenetische Feld immer noch existiert und für Heilung und die Integration der kosmischen, evolutionären Energien auf der Zellebene genutzt werden kann.
Wir haben nach einem Namen gesucht, der die Schwingung ausdrückt, die diese Energie ausmacht. Die Türkei ist ein Land mit einem reichen Hintergrund an Sufi Mystik, beispielhaft in dem Leben und den Lehren des Mannes, der im Westen als Jalaluddin Rumi oder hier einfach nur als Mevlana, oder Liebender Gottes bekannt ist. Irgendwie hatte es den Anschein, dass die Schwingung dieser mystischen Tradition auch ein Teil des morphogenetischen Feldes war und wir erkannten Mevlana als ein weiteres großes Licht hinter dieser Arbeit.
Schließlich nannten wir dieses Schwingungsfeld “Ilahinur“, was auf Türkisch ‘Göttliches Licht’ heißt. Wie die Deeksha ist es eine kosmische evolutionäre Energie, mit dem Zweck die Menschheit zu ihrem höchsten Potential zu erwecken. Während wir weiter experimentierten, erkannten wir, dass sich diese beiden Ströme der evolutionären Energie gegenseitig sehr gut ergänzen, obwohl sie auch sehr unterschiedlich sind.
Als wir während der nächsten Monate ein System entwickelten, diese neue Energie weiterzugeben, begannen die Leute uns begeisterte Rückmeldungen über die Wirkung von Ilahinur in ihrem Leben, zu geben. Vergleiche sind immer relativ, aber viele die sowohl Deeksha als auch Ilahinur kennen gelernt hatten, berichten, dass sie Deeksha als sanfter und leichter wahrnahmen, während sich Ilahinur schwerer und körperlicher anfühlte, Deeksha mehr kosmisch und elektrisch und Ilahinur eher geerdet und magnetisch. Man kann die Ilahinur Energie meistens direkt im Herz und im Solarplexus spüren, dem Zentrum, wo sich persönlicher Wille und Kraft mit dem göttlichen Willen und Kraft vereinen. Viele haben von der Klärung tief sitzender Abhängigkeiten und emotionalem Schmerz berichtet.
Bis jetzt ist das alles noch in einem experimentellen Stadium. Es gibt unterschiedliche Formen der göttlichen Energie, jede mit ganz bestimmten Funktionen, aber ich sehe wie sich alle zu einem einzigen evolutionären Fokus zusammen flechten. Nachdem ich viele Jahre aktiv als Psychotherapeut gearbeitet habe, bin ich sehr darauf gespannt, wie das Potential von Ilahinur tiefe emotionale Heilung hervorruft, aber auch dazu beiträgt die Deeksha Energie tiefer im physischen Körper zu integrieren. Wenn ich jetzt mit Menschen arbeite, beginne ich gewöhnlich mit Deeksha, gehe dann zu Ilahinur über und zeige ihnen, wie sie selber einen Zugang zu diesem morphogenetischen Feld finden können.
Ich habe diejenigen, die in die Ilahinur Energie eingeweiht wurden, ermutigt damit zu experimentieren andere einzuweihen. Jede Kerze entzündet eine andere, unmittelbar aus einer einzigen kosmischen Flamme. Es ist an der Zeit uns über Hierarchien und menschliche Strukturen hinaus zu bewegen. Das morphogenetische Feld von Ilahinur ist sehr alt und kraftvoll und wächst je mehr man es benutzt. Viele finden, dass die Energie beim Geben stärker ist als beim Empfangen. Wie die Deeksha hat die Ilahinur Energie das Potential Körper, Geist, Herz und Seele in einem noch nie da gewesenen Ausmaß zu heilen, indem die DNS mit der göttlichen Blaupause in Übereinstimmung gebracht wird. Unsere Körper sind multidimensionale Tempel Gottes, die einfach nur darauf warten mit göttlichem Licht zu erstrahlen.
Es ist meine Hoffnung, dass wir das weise und auf eine gute Art tun werden, die göttliche Einheit anerkennen, anstatt ein neues hierarchisches System zu erschaffen, es für jeden erschwinglich zu halten, frei aus dem Herzen geben und nehmen zu können, uns gegenseitig in das zu erwecken, was uns kollektiv erwartet. Sri Aurobindo sprach von der Geburt einer neuen Spezies Mensch und nannte es “das supramentale Erwachen“. Vielleicht ist Ilahinur eine andere Welle des kosmischen Lichts, dass sich durch die Menschheit bewegt und diesem Erwachen dient.